Jägerschaft Landkreis Harburg e.V.

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Jagdhornbläser

Suchen Sie Geselligkeit in jagdlicher Umgebung? Wollen Sie jagdliches Brauchtum pflegen? Möchten Sie sich auch in die jagdliche Öffentlichkeistarbeit einbringen? Möchten Sie mit Freunden Musik machen?
 
Dann sind Sie bei den Jagdhornbläsergruppen unserer Jägerschaft genau richtig!

 

 
Wolfgang Baumgärtner
Bläserobmann in der JLH
 
Im Rehmen 3

21395 Tespe-Bütlingen

Tel.: 04133 - 8164

Über das Jagdhorn

Das Jagdhorn Gestern und heute

Das Horn ist eines der ältesten akustischen Verständigungsmittel der Menschen. Seit Beginn der Kulturgeschichte war man bestrebt Verständigungsmittel zu finden, die weiter reichten als die Kraft der Stimme. Schon in grauer Vorzeit hat man entdeckt, dass die konische Röhre des Stierhorns einen dumpfen, aber durchdringenden Ton erzeugen kann. Damit konnten die im Gelände verteilten Jäger informiert werden und sich verständigen. Mit der Nutzung von Metall im Instrumentenbau wurden auf Jagden ab dem 16. Jh Signalhörner verwendet.

Das heute übliche Fürst-Pless-Horn ist nach dem Fürsten zu Pless (1833-1907), Oberstjägermeister unter Wilhelm I. und Wilhelm II., benannt. Er nahm wesentlichen Einfluss sowohl auf den Bau einheitlicher Instrumente als auch auf die Festlegung von einheitlichen Jagdsignalen.  Bei diesem Horn handelt es sich um ein ventilloses Blechblasinstrument mit einer begrenzten Anzahl von Naturtönen (gute Bläser bis zu 7), die mit Lippen und Luftdruck hervorgebracht werden. Es ist ca. 130 cm lang und es bedarf regelmäßigen Übens, wenn man es beherrschen will.

Im praktischen Jagdgebrauch hat das Horn auch im Handy-Zeitalter durchaus noch seine Berechtigung. Man hat immer Verbindung und einen vollen Akku. Außerdem kann man den Hornschall weithin hören und somit auch die Richtung orten. Die Organisation einer Treibjagd ist ohne Horn wesentlich schwerer zu bewerkstelligen.

Die wichtigsten Signale muss jeder Jäger kennen, da sie sicherheitsrelevante Auswirkungen haben und bei Schadenseintritt erhebliche versicherungstechnische Probleme auftreten können. Die Kenntnis dieser Signale ist auch prüfungsrelevanter Bestandteil der Jungjägerausbildung.

Somit ist das Jagdhornblasen nicht nur Brauchtum und altes Kulturgut, sondern auch nützliches Hilfsmittel bei der Jagdausübung.

Wenn heute die Jägerschaft in der Öffentlichkeit auftritt, ist dies ohne die musikalische Untermalung durch Jagdhornklänge kaum vorstellbar. Die Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläser sind somit wesentlicher Sympathieträger der Jagd in der Bevölkerung.

Dabei werden nicht nur die Jagdsignale vorgetragen. Die Vielzahl der mittlerweile vorliegenden Märsche und Vortragsstücke ermöglicht den Einsatz der Bläsergruppen vom Geburtstagsständchen angefangen, über jagdliche Konzerte bis hin zur Gestaltung von Hubertusmessen in einem breiten, öffentlichkeitswirksamen Rahmen .

In Niedersachsen gibt es über 350 Gruppen mit mehr als 5.000 aktiven Bläserinnen und Bläsern.

1. Jagdhornbläsertreffen  des Bezirks Lüneburger Heide

Am 18.05.2014 empfing der Wildpark Lüneburger Heide mit strahlendem Frühlingswetter die 20 Bläsergruppen mit insgesamt über 240 Bläserinnen und Bläsern, die der Einladung zum Bezirksbläsertreffen, ausgerichtet von  der JS  Landkreis Harburg und dem Hegering  Hanstedt, gefolgt waren. Die auswärtigen Gruppen wurden mit einem Ständchen der Harburger Gruppen begrüßt, bevor es zum gemeinsamen Eröffnungsblasen auf die Showbühne ging. Dort gab es neben den Grußworten unter dem Dirigat der Landesbläserobfrau, Dr. Kuthe, einen eindrucksvollen Beweis, wie so viele Hörner zusammen klingen können. Im Anschluss verteilten sich die Gruppen im Wildpark zu ihren individuellen Ständchen um dann zwei Stunden später beim Abschlussblasen wieder gemeinsam diesen schönen ereignisreichen Tag ausklingen zu lassen. Parallel wurden 5 Bläser der Bläsergruppe Buchholz erfolgreich zum Erwerb der Hornfesselspange der LJS  geprüft, die ihre Nadeln und Urkunden vor großem Publikum erhielten. Wolfgang Baumgärtner führte mit einer Jagdballade durch einen Jagdtag und aus mehreren Gruppen gaben die Es-Hörner noch einige Stücke zum Besten. Mit dem Stück Auf Wiedersehen endete die Veranstaltung rechtzeitig, bevor die schlechte Wetterprognose doch noch eintrat. Besonderen Dank an das Team rund um Herrn Tietz vom Wildpark Lüneburger Heide für die Unterstützung, die die Veranstaltung in diesem Rahmen erst möglich machte und das Sponsoring der Jägerschaft. Eine Hutnadel wird die Teilnehmer an diesen Tag erinnern.

Marion Baumgärtner