Veterinäramt Winsen

VETERINÄRAMT

Veterinäramt Landkreis Harburg

Von Somnitzring 13 in 21423 Winsen/Luhe, Telefon: 04171 / 693-466
Montag - Donnerstag von 8:30 Uhr - 16:00 Uhr, Freitags von 8:30 Uhr - 13:00 Uhr

Merkblatt Wildursprungsschein Schweinepest-Blutprobenentnahme (für Jäger)

Schweinepest Blutprobenentnahme:
Wegen der aktuellen Seuchensituation der Schweinepest beim Schwarzwild müssen in Niedersachsen zukünftig mehr Blutproben von Wildschweinen entnommen
werden. Die Proben sind flächendeckend und repräsentativ für den Wildschweinebestand über das Jahr verteilt zu entnehmen und es sollen alle
Altersklassen mit einem Schwerpunkt in der Jugendklasse erfasst werden.Bitte entnehmen Sie von jedem 5. erlegten Wildschwein eine Blutprobe!!!!!!!

Auf dem Wildursprungsschein ist dann unter Besonderheiten das Feld Sonstiges anzukreuzen und im dafür vorgesehenen Feld Schweinepestblutprobenentnahme
einzutragen. Die Blutprobe ist dann zusammen mit dem Wildursprungsschein, der Trichinenprobe und dem Probenbegleitschein für Blutproben beim Veterinäramt
einzureichen.

Wildursprungsschein:
Der Wildursprungsschein wird vom kundigen/geschulten Jäger nach dem Ansprechen und Erlegen, sowie nach erfolgter Untersuchung der Organe und des
Wildkörpers ausgefüllt. Es müssen Datum, Zeitpunkt und Ort des Erlegens sowie die Nummer der am Tierkörper befestigten Wildursprungsmarke eingetragen werden.
Der Erleger und der Jagdausübungsberechtigte müssen benannt werden. Der Jagdausübungsberechtigte unterschreibt das Formular und trägt die Verantwortung
für die Richtigkeit der Angaben. Das Original mit den zwei Durchschriften des Wildursprungsscheins sind zusammen
mit der Trichinenprobe beim Veterinäramt vorzulegen.Der untere Teil des Wildursprungsscheines wird vom Veterinäramt ausgefüllt. Das
weiße Original bleibt im Amt und die beiden Durchschriften bekommt der Jagdausübungsberechtigte mit dem Vermerk zurück, bis wann das Wildstück
beschlagnahmt ist. Erst nach Ablauf dieser Frist, wenn die Trichinenuntersuchung abgeschlossen ist, darf das Wild vermarktet oder verarbeitet werden.

Wildmarke:
Durch die Wildmarke wird die Rückverfolgbarkeit des Wildstückes sichergestellt. Wichtig: Nach derzeitiger Rechtslage müssen nur Wildschweine mit der
Wildursprungsmarke gekennzeichnet und mit dem Wildursprungsschein versehen werden.In Kürze ist aber mit einer Rechtsänderung zu rechnen. Dann wird jedes Stück
Hochwild mit einer Wildursprungsmarke zu kennzeichnen sein. Das Veterinäramt wird dann neue Wildursprungsscheine an die Jägerschaft verteilen.
Das Wildstück wird an Bauch oder Brustkorb mit der amtlichen Wildmarke gekennzeichnet. Wildmarken können ohne Werkzeug geschlossen werden und können dann nur noch
gewaltsam geöffnet werden. Sie tragen das Kürzel NI-WL und dann eine siebenstellige Nummer. Diese Nummer muss oben rechts im Wildursprungsschein
eingetragen werden.



Öffnungszeiten / Trichinenproben

  

Montag - Donnerstag           8:30 Uhr 16:00 Uhr

Freitag                                   8:30 Uhr 13:00 Uhr

 

Außerhalb dieser Zeiten ist nicht gewährleitet, dass Proben angenommen werden können. Abweichende Termine sind vorher z.B.  per Telefon oder Email zu vereinbaren. Ein Einwurf in den Briefkasten oder Postversand ist nicht zulässig!

Telefon: 04171 693 466   oder   veterinaerdienst@lkharburg.de

Die Untersuchung der Trichinenproben findet grundsätzlich am Montag und Donnertag statt. Um eine Untersuchung an diesem Tag zu gewährleisten müssen die Proben an diesen Tagen bis spätestens 12:00 Uhr im Veterinärdienst abgegeben werden.

Je nach Anzahl der insgesamt abgegebenen Proben  ist nicht auszuschließen, dass die Untersuchungen an den Tagen nicht abgeschlossen werden können und Prüfberichte erst am Folgetag abgeschickt werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Verwertung durch Sie erst erfolgen darf, wenn Ihnen der negative schriftliche Prüfbericht vorliegt!  Eine vorherige telefonische Freigabe erfolgt grundsätzlich nicht.

 

Folgende Proben werden angenommen:

a) Der Jäger/ Jagdausübungsberechtigte  wohnt im Landkreis Harburg oder im Landkreis Lüneburg    und/oder

b) Das Stück wurde im Landkreis Harburg oder im Landkreis Lüneburg erlegt.

Ferner muss derjenige, der die Probe entnommen hat, vom jeweiligen Landkreis zur Entnahme der Trichinenprobe berechtigt worden sein (§ 6 Abs. 2 Tierische Lebensmittel-Überwachungs-verordnung). Die Berechtigung kann nur für die Entnahme von Trichinenproben beim Schwarzwild und beim Dachs erfolgen. Zur Trichinenprobenentnahme beim Nutria siehe unten.

Probenmaterial:         

Schwarzwild:              mindestens 10 Gramm

Dachs:                       mindestens 20 Gramm

Zwerchfellpfeiler oder Vorderlaufmuskulatur - bitte keine Zungenmuskulatur. Fleisch sauber und auslaufsicher verpackt sowie mit Wildmarkennummer und Name beschriftet.

Wichtig: Die Wildursprungsmarke gehört ans Stück und nicht an die Probe!  

Wildursprungsschein:

Ohne Wildursprungsschein werden keine Proben angenommen. Diesen bitte leserlich und vollständig ausfüllen. Den Wildursprungsschein bitte nicht direkt zusammen mit dem Probenmaterial in eine Tüte. Soweit vorhanden Faxnummer und/oder Emailadresse angeben!

Gebühren:

Für die Untersuchung beim Schwarzwild wird derzeit auf die Erhebung von Gebühren verzichtet. Die Untersuchungsgebühr für Dachse und Nutrias beträgt 5,00 € je Probe.


Trichinenproben vom Nutria


Da der Nutria Träger von Trichinen sein kann, ist die Beprobung des Schlachtkörpers nach Art. 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1375 verpflichtend. Nach § 6 Abs. 2 Satz 1 der Tierische-Lebensmittel-Überwachungsverordnung (Tier-LMÜV) kann der Veterinärdienst Jägerinnen und Jägern bei Vorliegen der dort genannten Voraussetzungen (lediglich) die Entnahme von Trichinenproben vom Wildschwein und Dachs übertragen. Dies hat zur Folge, dass die Entnahme von Trichinenproben beim Nutria ausschließlich durch amtliche Tierärztinnen und amtliche Tierärzte erfolgen darf.

Bitte wenden Sie sich zukünftig zur Entnahme der Proben an die bzw. den für Ihre Gemeinde zuständige/n amtliche/n Tierärztin/Tierarzt. Eine entsprechende Übersicht finden Sie im Internet (www.Landkreis-Harburg.de unter dem Suchbegriff Trichinenprobe ) oder erhalten Sie telefonisch unter 04171 693-469.

Die Kosten für die Probenentnahme belaufen sich derzeit auf 2,86  Euro je Tier (ab 01.04.2019: 2,95 Euro). Hinzu kommt die Untersuchungsgebühr von 5,00 Euro je Tier bei Abgabe hier im Veterinärdienst. Bitte fügen Sie der Trichinenprobe einen Nachweis (z.B. Quittungsbeleg) bei, dass die Probe von einer autorisierten Person genommen wurde.

Diese rechtlichen Vorgaben sind gerade im Rahmen der durch Nutrias verursachten Schäden auch aus Sicht des Veterinärdienstes unbefriedigend. Die gesetzlichen Vorgaben erlauben jedoch keine abweichende Vorgehensweise.


Entsorgungskosten Schwarzwild-Fallwild


Aufgrund der ASP-Problematik übernimmt der Landkreis auch im kommenden Jagdjahr die Kosten für die Fallwildentsorgung beim Schwarzwild.

Grundsätzlich ist es so vereinbart, dass die Firma Rendac entsprechende Kosten direkt mit dem Veterinärdienst abrechnet.

Wichtig ist, dass das zu entsorgende Stück abholbereit an der Straße liegt und der Firma Rendac die genaue Lage des zu entsorgenden Stückes übermittelt wird. Andernfalls ist eine Abholung nicht möglich. Bei einem Wildunfall im Straßenverkehr ist der Firma Rendac der Unfallverur-sacher mitzuteilen (sofern bekannt). Firma Rendac stellt die Kosten dann dem Unfallverursacher in Rechnung.

Anderes Wild  sollte grundsätzlich weiterhin eigenständig im Revier entsorgt werden.

Jäger, die trotz der Absprache mit Firma Rendac  eine Rechnung erhalten, reichen diese bitte beim Veterinärdienst ein. Sofern sie diese schon bezahlt haben, ist dies inkl. der Bankverbindung entsprechend anzugeben.

Telefonische Anmeldung von Abholungen bei Firma Rendac unter:  0800 - 7793333

Des Weiteren ist bei Fallwild von Schwarzwild ans ASP-Monitoring zu denken. Wir bitten ausdrücklich darum, jedes Stück auf ASP zu beproben. Beprobungsmaterial erhalten Sie auf Anforderung beim Veterinärdienst.

Entsorgung von Wildresten

Vielfach wird die Frage gestellt, wie mit Aufbruch und Resten von Wild umgegangen werden soll. Hierfür hat das Laves ein Merkblatt entworfen, das auf der Homepage des Laves unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de abgerufen werden kann.

Im Wesentlichen gilt folgende Übersicht (Quelle: Laves):


Schießstand Garlstorf

Termine

12.12.2019: weitere Belehrung für Aufsichten mit Jagdschein [mehr]

18.01.2020: Revierübergreifende Hegejagd, Elbmarsch

28.01.2020: JAGD & HUND 2020 28.01. - 02.02.2020 [mehr]

Wildunfall

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