Mähtod!

Das geht auch anders...

© Klaus Schulz

Gemeinsame Empfehlungen zur Verhinderung von Wildtierverlusten bei der Mahd

© Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. & Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.


Grasernte: So vermeiden Sie den Mähtod!

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen fällt in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Ducken und Tarnen schützen Hase und Reh zwarvor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Der sogenannte Drückinstinkt der Jungtiere in den ersten Lebenstagen führt dazu, dass Rehkitze statt zu fliehenmeist bewegungslos auf dem Boden verharren, sobald eine Gefahr droht. Tausende kleine und große Wildtiere finden dadurch jährlich auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen bei der Mahd im Frühjahr den Tod. Enges Zeitfenster für die Mahd

Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Eine große Rolle Spielt das relativ enge Zeitfenster zum Zeitpunkt der Mahd und die Konzentration von Grünlandflächen in einigen Regionen Niedersachsens. Hervorzuheben ist auch die Gesamtanbaufläche an Grünland und Ackerfutter von ca. 800.000 ha, die in Niedersachsen pro Schnitt geerntet werden. Hinzu kommen durch das Zweikulturennutzungssystem der Grünroggen, der regional und witterungsbedingt jährlich schwankend noch dazugerechnet werden muss, und in denen besonders viele Wildtiere zu erwarten sind. Die heutige Mähpraxis mit Mähgeschwindigkeiten bis zu 15 km/h und Mähbreiten von 13 m und mehr lassen Rehwild, Hase, Fasan und anderen Bodenbrütern oftmals keine Chance. Es ist nicht nur der Schaden, den die Natur und nicht zuletzt die Artenvielfalt nehmen, im schlimmsten Falle stellen die durch Wildtierkörper verunreinigten Silagen eine Eintragsquelle für Botulismus dar.

Maßnahmen für die Vermeidung von Mähtod!

Verluste entstehen in erster Linie beim Mähen von Grünlandflächen, die vielen wildlebenden Tieren als Rückzugsraum und Schutz dienen. Landvolk und Landesjägerschaft Niedersachsen empfehlen daherfolgende präventive Maßnahmen: Durch unmittelbar vor der Mahd durchgeführte Vergrämungsmaßnahmen auf den zu mähenden Flächen kann bereits ein großer Teil der Wildtiere gerettet werden. Dabei sollten die Ernteflächen gezielt in den Stunden vor dem Mähtermin idealerweise am Vorabend beunruhigt werden (siehe Infoblatt So vermeiden Sie den Mähtod ). Denn vor allem junge Kitze verlassen die Fläche nicht von allein, sondern werden dann von den Ricken aus der Fläche geführt. Nutzen sie einfache Hilfsmittel wie blau- oder rotweißes Flatterband, akustische Signaltongeber ( Pieper ) und farbigen Rundumleuchten. Der Einsatz von Drohnen, ausgerüstet mit Wärmebild und/oder Infrarotkameras, kann ebenfalls unterstützend wirken. Auch hier ist eine intensive Kommunikation zwischen allen Beteiligten wichtig.

Zum Teil ist es nicht möglich, zu einem Schnittzeitpunkt, auf den kompletten Flächen Vergrämungsmaßnahmen durchzuführen. Sprechen sie in jedem Fall mit Ihrem Jagdpächter ab, in welchen Flächen er am ehesten Wild vermutet und beunruhigen sie möglichst diese Flächen. Konzentrieren sie sich auch auf den Randbereich, denn der Großteil des Wildes (bis zu 80 %) nutztdiesen. Während der Mahd sollte die Mähtechnik flächenspezifisch dem Tierverhalten angepasst werden:

Zusätzlich zur richtigen Erntestrategie ist eine frühe und gute Kommunikation zwischen Landwirt, Jäger und Lohnunternehmer unverzichtbar, da nur gemeinsam Gemeinsame Empfehlungen zur Verhinderung von Wildtierverlusten bei der Mahd

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